Jakob Nielsen, Guru der Usability-Szene, hat heute neue Ergebnisse zu den Klickraten von Bannern veröffentlicht, die ziemlich Furore machen. So ganz verstehe ich nicht warum, wahnsinnig neues ist nicht dabei. Aber es ist eine gute Zusammenfassung der Key Learnings der letzten Jahre.
Meine Zusammenfassung der Zusamenfassung:
1. Drei Sachen ziehen das Auge an:
- Plaintext Banner (sehen aus wie Inhalte, User merkt das erst auf den zweiten Blick)
- Gesichter sind gut (da kommt wohl das animalische durch)
- Brüste und Muskeln funktionieren gut (hier kommt dann richtig das animalische durch
2. Die üblichen Bannerpositionen bringen nichts. Vergleiche die Heatmaps 1, 2 und 3. Die Leute gucken einfach nicht mehr oben und rechts hin.
3. Falsche Systemmeldung führen zu hohen Klickraten. Aber die Surfer kaufen dann wenig.
Am besten scheinen also Banner zu sein, die nicht aussehen wie Banner und nicht dort sind, wo der Surfer sie erwartet. Also so eine Positionierung, wie Ligatus und seit kurzem auch Ormigo machen (gefunden auf Zeit.de):
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Und jetzt das key learning für mich: “Ultimately, the fact that online ads get viewed more when they match surrounding content is a strike against the tendency to build advertising networks. If advertising spots are simply auctioned off, then you can’t design an optimized ad for each placement.” Was wohl die Jungs von AdScale und co. dazu sagen? (Bei Deutsche Startups gab es mal eine gute Übersicht zu den verschiedenen Restflächenversteigerern). Das spricht eigentlich ziemlich gegen so ein Geschäftsmodell, wo ich teilweise sogar anonyme Werbefläche kaufe (so war das zumindest in dem Businessplan, den ich 1998 zu dem Thema geschrieben habe).
So, genug im fremden Revieren gewildert, ich gehe mal wieder mit Bits und Bytes spielen. Der nächste Beitrag wird wieder technischer, es geht um das automatisierte Key Performance Indicator Monitoring.
Da wir im werbemarkt immer mehr in richtung transaction gehen werden (was trackbar ist wird trackbar gemacht und dann wollen die leute es wissen), wird das ganze noch viel interessanter. Weil hohe CTRs alleine bringen ja nix.
Bei den Networks könnte man das ganze natürlich entkoppeln. Wäre eine schöne Herausforderung. Was ich meine ist das ich mein generelles Ad einstelle aber das Design des Ads, quasi das Co-Branding, auf Site Ebene passiert. Kann dann halt kein Branding sein, aber bei CPX wäre das wieder egal.
Oliver Thylmann
August 22nd, 2007
[…] gesagt, so richtig Neues war nicht dabei (was auch unser Jan so sieht), aber dennoch sind die gezeigten Eyetracking-Heatmaps von Usern sehr […]
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August 23rd, 2007