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Managing Technology, from the trenches

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Im privaten Blog von Jan Miczaika geht es um die Arbeit mit Technologien, in Teams, und das insbesondere im Startup-Umfeld. Kontakt?
    jan -at- hitflip.de oder bei XING

Frontend Performance-Optimierung ist ja derzeit ein grosses Thema, weil es viel bringt (Hintergrundinfos: hier, hier, hier). Die letzten paar ms Ladezeit auf Serverseite rauszukitzeln wird disproportional teuer. Ein Grossteil der Ladezeit entsteht eh durch Browser-Requests und Ladezeiten, die kann man angehen. Dazu gibt es aber genug Literatur.

Oft werden Performance-Optimierungen durch Werbetags zunichte gemacht, die oben in der Seite eingebaut werden. Das sind meistens kleine Stückchen JavaScript, die von einem Vermarkter kommen. Diese rufen einen Adserver auf, der wiederum andere JavaScripts einblendet, zum Beispiel von einem Werbekunden, der wiederum ein IFRAME schreibt. Oft werden da 4-6 Requests gemacht, nur um ein Bild anzuzeigen. Dazu kommen Targeting Skripte von nugg.ad oder wunderloop sowie Tracking-Pixel der IVW und AGOF.

Das schlimme daran: auf einmal bestimmt die Latenz von fremden Servern die Ladezeit der eigenen Seite. Die eigenen Server können noch so optimiert sein, wenn die Server von einem Werbetreibenden in die Knie gehen ist die eigene Seite langsam oder platt. Und durch die Netzwerke ist es gar nicht so einfach rauszufinden, wer eigentlich gerade verantwortlich ist für die schlechte Performance von srv42.freeadserver4you.net.

Auf Hitflip hatten wir Fälle, wo der Seitenaufbau um 15 Sekunden verzögert wurde durch schlechte AdTags. Da hilft dann keine Frontendoptimierung. Und manchmal klappen die dann gar nicht, wie heute morgen auf Spiegel Online:

DoubleClick lädt nicht

Was kann man dagegen tun?

  • Schmerzensgrenzen definieren. Was für eine Verzögerung der Seite bin ich bereit zu akzeptieren?
  • Beim Vermarkter das Thema ansprechen. Gerne hier auf Google AdSense verweisen, mit denen hatten wir noch nie Probleme hinsichtlich Ladezeit (Ormigo ist da übrigens auch top). Wenn ich bei Google € 2 eCPM bekomme und bei einem Vermarketer € 2,50 kann es besser sein die € 2 zu nehmen und eine schnelle Seite haben. Für mich ist die schlechte Technik ein deutlicher Wettbewerbsnachteil bei einigen Vermarktern.
  • Unbedingt einen grossen roten Knopf im eigenen Backoffice bauen, der sofort alle Werbung von der Seite entfernt. Es bringt nichts, wenn man erst in irgendwelchen Templates rumprökeln und dann ein Update fahren, um ein langsames Banner zu entfernen. Sobald ein Banner Performanceprobleme bringt, muss es raus. Und da man das oft nicht Banner-spezifisch steuern kann, braucht man einen grossen roten Knopf.
  • Es sollte beim Vermarkter einen Ansprechpartner für solche Probleme geben. Das muss schnell gehen und kann nicht über das Account Management gehen.
  • Wenn möglich mit dem Vermarkter bezüglich Einbindung verhandeln. Muss es der dicke AdTag aus dem Jahre 1998 sein, der 12 redirects macht und noch 4 Tracker lädt, oder geht es nicht auch etwas schlanker?
  • Und zuletzt, wenn das Design es zulässt: mit CSS und JS Tricks die Banner als letztes laden, auch wenn die oben sind. Dann gehen zwar Werbeeinnahmen flöten, aber die Nutzer werden es einem Danken.

Es wäre eigentlich mal cool Messungen hinsichtlich der Performance von verschiedenen Vermarktern zu machen und ein Ranking zu erstellen. Wenn mir mal sehr langweilig ist, gehe ich das an… Eigentlich ist ja Vermarktung nicht unser Geschäft.

One Response to “Performance-Probleme mit Werbetags - und was man dagegen tun kann”

  1. ich bedanke mich vielmals für die netten worte zu Ormigo :) Wir tun unser bestes.

    Oliver Thylmann

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